Feuerwehr-Gerätehaus: Bezug im Herbst 2017

Quelle: NGZ (Julia Hagenacker) vom 10.07.2015

Kaarst. Architekt Hans-Jörg Thelen hat im Stadtrat die ersten Entwürfe für das neue Gebäude neben dem Schwimmbad vorgestellt. Die Verwaltung ermittelt derzeit die Kosten.

Das Ortsbild in Büttgen wird sich sehr bald verändern, so viel steht fest. Das gilt nicht nur für die Ortsmitte, wo demnächst ein neuer großer Supermarkt entsteht, sondern auch für den Ortsrand. Seit 60 Jahren nutzt der Löschzug Büttgen sein urig anmutendes Gerätehaus an der Driescher Straße. „Das Gebäude“, sagt Hans-Jörg Thelen, „ist ein Beispiel für ein gelungenes öffentliches Bauwerk“ – aus dem die Feuerwehr mit der Zeit nur herausgewachsen ist. Mittlerweile ist ein größerer Neubau neben dem Schwimmbad beschlossene Sache. Architekt Thelen stellte die ersten Entwürfe jetzt im Stadtrat vor.

„Das neue Gerätehaus“, sagt Thelen, „ist landschaftlich schön gelegen. Trotzdem wird einiges Grün weichen müssen.“ Ein wesentliches Charakteristikum des Grundstücks soll allerdings bestehen bleiben – eine ortprägende Eiche mit zehn Metern Durchmesser. Angedacht ist auch, ein derzeit nicht genutztes Blockheizkraftwerk am benachbarten Schwimmbad zu reaktivieren und Synergieeffekte zu nutzen. Was das Raumprogramm betrifft, hat die Feuerwehr Vorarbeit geleistet, die die Planer übernommen haben. Den ehrenamtlichen Rettern schwebt ein langfristig nutzbarer Zweckbau vor. Die Fahrzeughalle für das neue Gerätehaus in Büttgen bietet acht Stellplätze, die teilweise für Anhänger oder Autos doppelt genutzt werden können, sowie eine Waschhalle. Die Platzeinteilung entspricht dem bestehenden Fuhrpark des Löschzugs.

„Bei der vorgestellten Planung“, betont die Technische Beigeordnete Sigrid Burkhart, „handelt es sich um einen Vorentwurf, der sich noch verändern wird. Im nächsten Schritt werden die Anregungen der Feuerwehr verarbeitet, parallel wird die Verwaltung das Thema ,Kosten‘ klären.“ Bis Mitte Juli, sagt Burkhart, sollte feststehen, wie viel genau der Neubau kosten wird. Baubeginn könnte im Frühjahr 2016, Bezug im Herbst 2017 sein.

Für das Gelände der alten Feuerwache ist derweil ein Supermarktneubau zur Sicherung der Nahversorgung im Büttgener Norden im Gespräch. Weil der Mietvertrag für die letzte verbliebene Kaiser’s-Filiale im Ort – an der Luisenstraße – im August 2016 ausläuft, wird über Standortalternativen nachgedacht. Das Fünferbündnis aus SPD, Grünen, FDP, Zentrum und UWG hatte vorgeschlagen, das Gelände des alten Gerätehauses an der Driescher Straße zu nutzen und einen entsprechenden Antrag im Stadtrat gestellt, der mit knapper Mehrheit angenommen wurde. Sofern es bis Anfang August keine Einigung zur Realisierung eines Frischmarktes an der Luisenstraße gebe, heißt es darin, soll die Verwaltung die Planung für einen Supermarkt auf dem freiwerdenden Feuerwehrgelände vorantreiben.

Die CDU hält dieses Vorgehen nicht für grundlegend falsch, aber für verfrüht. Der Supermarktbau könne ohnehin nicht vor 2018 starten, heißt es.

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